Wie wichtig Strom für unseren Alltag ist, merken wir manchmal erst, wenn er weg ist. Dann ist es plötzlich dunkel in Ihrer Kommune, die Menschen zünden Kerzen an und erwärmen ihr Essen über dem Campingkocher. Fehlt etwas so Lebensnotwendiges, kann schon mal Panik aufkommen. Doch dazu gibt es keinen Grund – MITNETZ STROM ist auf jede Art von Krise bestens vorbereitet. Der Netzbetreiber sorgt für ca. 2,2 Millionen Menschen in Ostdeutschland für die nötige (Netz-)Sicherheit.

In einer Krise treten 200 bis 400 Störungen gleichzeitig auf – über 300 Mitarbeiter der MITZNETZ STROM sind dann im Einsatz, um diese so schnell wie möglich für Sie zu beheben.

Ein strukturiertes Krisenmanagement ist im Falle einer Krise unerlässlich. Drei Pfeiler spielen dabei eine wichtige Rolle: die Vorbereitung, die Bewältigung sowie die Nachbereitung der Krise. Als entscheidend stellten sich in den letzten Krisen, beispielsweise beim Sturmtief „Ignaz“ im Oktober 2021, die eingespielten Prozesse, die rechtzeitige Vorbereitung und die enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten heraus. Je kürzer die Kommunikationskette ist, desto besser.

Maik Rudolf, Leiter Realisierung bei MITNETZ STROM, lobte in seinem Fazit die hohe Professionalität, Zuverlässigkeit und Motivation seiner Kollegen und aller Partnerfirmen. „Hervorheben möchte ich auch die gegenseitige Unterstützung bei Personal, Fahrzeugen und Technik. Auch die Materialverfügbarkeit aus unserer Störreserve war stets gegeben. Unser Lager konnte Bedarfe kurzfristig und problemlos zur Verfügung stellen. Sehr hilfreich war während der Eskalationsstufe auch der enge und regelmäßige Austausch zwischen Betrieb, Schaltleitung, Pressesprechern und Call-Center.“

Krisenübungen mit dem Beaver® Unwetter- und Hochwasserschutz
Zur Krisenvorbereitung gehören auch regelmäßige Übungen sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen wichtigen Akteuren in den Kommunen. Wie eine solche Übung aussehen kann, haben im November 2021 Netzbetreiber von MITNETZ STROM, THW, Feuerwehren und Krisenstäbe in einer Lehrvorführung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Bad Düben gezeigt. Sie lernten dabei auch den schnellen und korrekten Aufbau eines Schutzdammes der Beaver Schutzsysteme AG. Der Beaver® Unwetter- und Hochwasserschutz besteht aus zwei parallel nebeneinanderliegenden und fest miteinander verbundenen PVC-Schläuchen, die den Einsatz von Sandsäcken ersetzen. An der benötigten Stelle werden diese ausgelegt und mit Wasser gefüllt. Vorteil des Schlauchdamms ist der schnellere Aufbau im Vergleich zum Sandsackdamm. „Dies spart Zeit, Kraft und Geld. In Krisenfällen entscheidend für die Bevölkerung, aber auch für unsere technischen Anlagen und einer weiteren sicheren Strom- und Gasversorgung“, sagt Andreas Wolkwitz, Verantwortlicher Spezialtechnologe Betrieb MITNETZ STROM.

Hinweis
Weil bei Versorgungsausfällen besonders viele Kunden bei der Entstörungsnummer (0800 2 305070) anrufen und es in der Folge zu Wartezeiten kommen kann, bietet MITNETZ STROM seit einiger Zeit eine Lightbox auf der Internetseite an. Hier können sich Kunden informieren, ob sie von einer Störung betroffen sind und wenn ja, wie lange diese andauern wird. Aber auch unabhängig von größeren Ereignissen steht dieser Online-Service den Kunden jederzeit zur Verfügung.
Wie kann der Verkehr in Ihrer Kommune so sicher wie möglich werden? Wie können Sie Gefahrenstellen im Ortsverkehr erkennen und dementsprechende Maßnahmen ergreifen? Auf dem Kommunal-Portal wurde das Konzept der enviaM Geschwindigkeitsmessanlagen bereits vorgestellt: enviaM unterstützt Kommunen bei ihren Konzepten zur Verkehrssicherheit, indem sie Geschwindigkeitsanzeigen leihweise und kostenfrei für 14 Tage zur Verfügung stellt.

Im Durchschnitt ein lachender Smiley
Dieses Angebot nutzte Annaburg im September 2021. Die Geschwindigkeitsmessanlage stand ab 06.09.2021 an einer vielbefahrenen Landstraße. Messdaten zeigten die tägliche und wöchentliche Verkehrsstärke. 70 km/h lautete das Tempogebot der nächsten zwei Wochen. Die meisten hielten sich auch daran oder fuhren sogar noch langsamer an der Anlage vorbei: Diese maß eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 68 km/h. Weniger als die Hälfte der gemessenen Fahrzeuge überschritten das Tempolimit und der Smiley auf der Anzeigetafel leuchtete rot.
Sie sind interessiert und wollen sich bewerben?
Dann benötigen Sie lediglich einen geeigneten Standort, eine Genehmigung zum Anbringen im öffentlichen Raum sowie einen Termin auf der Agenda Ihrer Stadt- oder Gemeinderatssitzung. Für Fragen steht Ihnen Ihr Kommunalbetreuer zur Verfügung. Ihren Antrag können Sie auch gern über das Kommunalportal stellen.
2019/2020 wurde mit dem Bau einer modernen Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna ein gigantisches Projekt von der Progroup AG umgesetzt. Pro Jahr sollen dort nun 750.000 Tonnen Wellpappe aus Altpapier hergestellt werden. Eine Produktion, die dementsprechend Strom benötigt. MITNETZ STROM stellte sich der Herausforderung und errichtete dienstleistend für die Progroup AG ein Kundenumspannwerk, welches es in sich hat.

Rund 50 Megawatt elektrischer Energie stellt das Umspannwerk bereit. Zum Vergleich: Das entspricht mehr als dem Verbrauch der Stadt Bitterfeld-Wolfen mit gut 47.000 Einwohnern. Die elektrische Energie wird von Hochspannung in Mittelspannung umgewandelt und aus dem 110-Kilovolt-Netz in das 20-Kilovolt-Netz der Papierfabrik übertragen.

MITNETZ STROM punktet auf ganzer Länge
Damit es bei einem der wichtigsten Bauelemente im Umspannwerk, dem Transformator, nicht zu Überlastungen, Fehlern oder Schäden kommt, wird ein Trafoschutzsystem eingesetzt. In Sandersdorf eine nicht ganz einfache Angelegenheit, denn zwischen Transformator und der Mittelspannungsschaltanlage liegen weit mehr als 1.000 Meter. Als normal gilt eine Entfernung von höchstens 50 Metern. Doch gemeinsam mit der Elektrotechnik/Oelsnitz GmbH hatte MITNETZ STROM die zündende Idee. Anstatt einem konventionellen Aufbau mittels Kupferkabel entwickelten die beiden Unternehmen auf Basis neuester Schutzrelais der Siemens SIPROTEC 5-Reihe ein Trafoschutzsystem, welches Lichtwellenleiter als Prozessbussystem zum Signalaustausch nutzt. Ganz nebenbei ist das neue System auch noch ressourcenschonend. Die Neuentwicklung, die weltweit erstmals im Einsatz ist, läuft bislang fehlerfrei und verhalf dem Umspannwerk Sandersdorf sogar zum Status „Pilotprojekt“ im Hause der Siemens AG. Eine Positionierung an dem MITNETZ STROM einen erheblichen Anteil hat, denn mit den richtigen Partnern an der Seite ist das Unternehmen optimal aufgestellt um individuelle Lösungen zu finden.
Basis für eine stabile Partnerschaft mit den Kommunen ist der stetige Austausch über die Aktivitäten im Netzgebiet der MITNETZ STROM und über die Belange der Regionen. Deshalb werden in den Netzregionen Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Südsachsen und Westsachsen Regionalbeiräte ins Leben gerufen, die sich entsprechend aus den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Netzregionen und dem Netzregionsleiter als wichtiger Ansprechpartner zusammensetzen.

„Die Regionalbeiräte bieten die Chance, enger mit der Region und den Bürgermeisterinnen und den Bürgermeistern in den Austausch zu treten und die Energiewende vor Ort gemeinsam zu gestalten.“
Dirk Sattur, technischer Geschäftsführer der MITNETZ STROM

Geplant sind zwei Sitzungen pro Jahr in der jeweiligen Netzregion. Im Fokus steht zunächst der Informationsaustausch über Investitionen und Netzbaumaßnahmen im Strom- und Gasbereich. Aber auch Konzepte rund um die Eigenversorgung kommunaler Objekte wie zum Beispiel bei kommunalen Energie- und Effizienzprojekten, Smart-Meter-Rollout, Breitbanderschließung oder smarte Straßenbeleuchtung stehen auf der Agenda. Weitere Themen sind die Bedeutung der Netze für die Elektromobilität und den Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Sie und Ihre Kommune haben spezielle Anliegen, die Ihnen wichtig sind? Dann wenden Sie sich gerne an den Netzbeirat in Ihrer Region. Und natürlich gilt wie gewohnt: Ihr Kommunalbetreuer hat immer ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Fragen.
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